RUDOLF
 
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RUDOLF - Affaire Mayerling

Uraufführung der Wiener Fassung

26. Februar 2009

Raimund Theater

 

"...ich muss sterben, das ist die einzige Art, zumindest wie ein Gentlemen diese Welt zu verlassen..."

(Rudolf an seinen Freund Szögemny-Marich)

 

"...ich konnte der Liebe nicht widerstehen. ...Ich bin glücklicher im Tod als im Leben".

(Mary Vetsera an ihre Mutter)

 

RUDOLF - Affaire Mayerling

KRONPRINZ RUDOLF - der richtige Mann zur falschen Zeit am falschen Ort.

Komponist: Frank Wildhorn, Buch: Jack Murphy

 

 

Angeregt durch den Roman “Ein letzter Walzer“ von Frederic Morton entstand dieses

Musical über die tragische Lebensgeschichte von Kronprinz Rudolf und seiner Liebe zu

Mary Vetsera. Die Musik stammt von Frank Wildhorn (JEKYLL & HYDE), das Buch von

Jack Murphy. RUDOLF ist die Geschichte eines Visionärs, die wesentlichsten Motive

sind Leidenschaft, Selbstverleugnung und der Mut eines Menschen, der alle Talente

eines politischen Denkers, aber kein Talent zur Macht hatte. Seine Ideen hätten die

Welt des erstarrenden Habsburgerreiches verändern, sein Feuer ein neues Zeitalter

eröffnen können. Aber der starre Hof und sein Gegenspieler, Ministerpräsident Taaffe,

verhindern jede Neuerung. In dieser niederschmetternden Situation trifft Rudolf auf die

große Liebe: Mary Vetsera. Ihre Geisteshaltung, ihre Unbedingtheit, geben ihm die

Kraft, bis zum Letzten zu gehen – nach Mayerling – „in Liebe verbunden bis in den

Tod“.

2006 hatte die ungarische Version dieses Werkes ihre Uraufführung in ungarischer

Sprache am Budapest Operettszinhasz in Co-Produktion mit den VEREINIGTEN

BÜHNEN WIEN, im Sommer des selben Jahres war die Produktion bei den Open Air-

Festspielen in Szeged zu sehen – nun wird RUDOLF in seiner Wiener Fassung am

26. Februar 2009 in Wien uraufgeführt und erlebt seine Deutschsprachige

Erstaufführung am Raimund Theater.

 

EIN STARKES TEAM FÜR RUDOLF

Der Mythos auf der Musicalbühne

Alle, die ELISABETH verehrt haben, werden RUDOLF lieben: Ab 26. Februar 2009

werden 24 Musiker des Orchesters der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN und 32

Darsteller allabendlich die Geschichte von RUDOLF auf der Bühne des Raimund

Theaters zum Leben erwecken. Für die Titelrolle des Kronprinzen Rudolf konnte Drew Sarich gewonnen werden, in Wien bereits bestens bekannt und beliebt aus seinen

Engagements in HAIR, BARBARELLA und JESUS CHRIST SUPERSTAR. Nach

Erfolgen in New York und London kehrt er nun als Rudolf nach Wien zurück. Seine

Mary Baronesse Vetsera ist die Newcomerin Lisa Antoni, die mit ihrer Frische und

Strahlkraft in den Auditions überzeugen konnte. Wiens Musicalfans dürfen sich freuen,

dass Uwe Kröger wieder für eine Produktion der Vereinigten Bühnen Wien gewonnen

werden konnte – er übernimmt den Part von Rudolfs Gegenspieler, dem

Ministerpräsidenten Eduard Graf Taaffe. Als Kaiser Franz Joseph wird der aus

Dänemark stammende Claus Dam auf der Bühne des Raimund Theaters stehen, den

Wienern bekannt durch seine Engagements in FREUDIANA und KUSS DER

SPININENFRAU. In der Rolle der Vermittlerin zwischen Mary und Rudolf, Marie Gräfin

Larisch, ist die unverwechselbare Vollblutdarstellerin Carin Filipcic zu sehen, Wietske van Tongeren, die hinreißende „Ich" aus REBECCA, verkörpert Rudolfs ungeliebte

Frau, Kronprinzessin Stephanie.

Ebenso hochkarätig ist das Leading Team besetzt:

Das Drama von Mayerling wird von dem international anerkannten, vielfach

ausgezeichneten Regisseur David Leveaux in Szene gesetzt. Für die Kostüme

zeichnet die vielseitige Designerin Laura Hopkins verantwortlich, für das Bühnenbild

der britische Bühnenzauberer Mike Britton.

„Moulin Rouge"-Choreograph John O'Connell übernimmt die Choreographie, der

„Lichtarchitekt" Patrick Woodroffe (mit Adam Bassett) setzt das Geschehen ins

richtige Licht, Hendrik Maaßen sorgt für den guten Ton. Musikdirektor Caspar Richter

leitet in bewährter Weise das Orchester der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN,

Musikalischer Supervisor ist Koen Schoots.

 

 

INHALT:

 

1888 in Wien: es gehen die Lichter an! Das neu eröffnete Burgtheater erstrahlt in

elektrischer Beleuchtung, die ganze Ringstraße flimmert in neuem Glanz. Alles

funktioniert so, wie die gute Gesellschaft es kennt und sich wünscht: die imperiale

Autokratie Franz Josefs, glänzende Walzerfeste, bürgerliche Heurigenseligkeit und

ausklingende Gründerzeit, das überstrahlt alle brodelnden politischen Konflikte auf der

Straße. Kaum einer nimmt wahr, dass in Europa bald die Lichter ausgehen werden.

Einer, der genau das vorausahnt, ist Kronprinz Rudolf. Er verzweifelt an dieser Welt und

Zeit, seine Ehe ein Joch, die künftige Aufgabe ein Gefängnis. Er wird bespitzelt, seine

Freunde verprügelt, er muss sich dem Deutschen Kaiser Wilhelm II. freundschaftlich

widmen, obwohl er ihn verabscheut. Er schreibt unter dem Pseudonym Julius Felix für

die liberale Presse und lässt sich auf Verhandlungen mit Frankreich, England und

Russland gegen eine Fortsetzung des Zweibundes mit dem Deutschen Reich ein.

Da trifft ihn die Begegnung mit einer jungen, weltgewandeten und für neue Ideen offene

Frau, Mary Baronesse Vetsera, die durch ihre Tante, Marie Gräfin Larisch bei Hofe

eingeführt ist, wie ein Blitzschlag. Liebe und Freiheit zugleich scheinen für einen

Augenblick möglich zu sein. Bei der Eröffnung der Wirtschaftsausstellung kann der

Kronprinz einmal die Worte in aller Öffentlichkeit sprechen, die sein politisches Credo

sind. Die Koalition derjenigen, die ein offenes Europa wollen, drängt ihn, ihnen ein

Unterpfand zu geben. Damit gerät er politisch in eine ausweglose Situation: Sehr

schnell holt ihn die Realität durch die väterliche, die kaiserliche Autorität wieder ein. Er

versucht noch, seine Liebe zu schützen, Mary zu überreden, ins Ausland zu gehen.

Aber auch ihre Liebe zu ihm ist zu stark: sie bleibt. So sieht er nur noch einen einzigen

Ausweg. Zusammen werden sie nicht leben können, so werden sie zusammen sterben.

In Mayerling. Während sich Wien im Walzer weiterdreht, während die Spitzel spionieren

und der Österreichische Kaiser den Deutschen Kaiser hofiert, fallen im Jagdschloss die

Schüsse, die Rudolfs und Marys Leben, die Hoffnung und eine zum Greifen nahe

Zukunft des morschen Reiches beenden.

 

 

 



v.l.n.r. und von hinten nach vorne: David Leveaux (Regie), Mike Britton (Bühnenbild), Wietske van Tongeren, Frank Wildhorn (Musik), Caspar Richter (Musikdirektor der VBW), Claus Dam, Carin Filipcic, Intendantin Kathrin Zechner, Lisa Antoni, Uwe Kröger; Drew Sarich aufgrund ausländischer Verpflichtung nicht anwesend
Foto: VBW/Alexander Ch. Wulz


 
 

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